15.02.2026, 23:48
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
Okay… hatte er doch irgendetwas falsch gemacht? So, wie sie gerade sagte, dass er den Film vermutlich dann nicht so schrecklich finden würde, klang das eher danach als wäre sie irgendwie… frustriert? Oder bildete er sich das nur ein? Mammon war nicht so gut darin, die Gefühle anderer perfekt zu lesen, ganz im Gegensatz zu seiner Schwester. Sollte er Fred darauf ansprechen, warum sie so komisch klang oder… nein, er ließ es lieber dabei. “Jetzt hast du mich erst Recht neugierig auf den Film gemacht.” Meinte Mammon nur und ließ es dann aber auch dabei.
Jetzt war sowieso kein Platz mehr für Worte. Naja, nur die Tasten durften für einen Moment erklingen, als er ungewollt diese mit seinem Rücken berührte. Das Lachen, welches Fred in den Kuss hinein gelacht hatte, war so ansteckend, dass auch Mammon nicht anders konnte als seine Mundwinkel zu heben und zu schmunzeln. Alles sah eigentlich nach einem typisch Quicky von den beiden aus, aber es hatte sich etwas geändert. In IHM hatte sich etwas verändert und er hatte darüber keine Kontrolle. Das erste Mal in seinem Dasein hatte er gerade keinerlei Möglichkeiten, diese Gefühle, die sich gerade in ihm breit machten, zu unterdrücken oder zu leugnen. Oh nein, diese waren so stark und präsent, dass sie jeden Versuch von ihm abschmetterten und Mammon konnte sich dagegen noch nicht einmal wehren. Er ergab sich und konnte nur noch es zulassen, was immer das auch gerade hieß. Mammon hatte definitiv die Kontrolle über sein Tun verloren, denn so schon fast liebevoll, wie er Freds Hand nahm und dieses ‘komm’ sagte, war so noch nie aus seinem Mund gekommen. Wie er sich auf sein Bett setzte und sie dann zu sich zog… das alles war viel gefühlvoller… intimer…
Und Fred? Diese hatte sich dann kniend auf ihn gesetzt, sodass ihre Beine seinen Körper zwischen sich einschlossen. Der Blick vor dem erneuten Kuss… er war anders. Dieser Blick, den Mammon erwiderte… es war anders. Was passierte hier gerade? Selbst der Kuss, der dann folgte hatte eine ganz andere Note. Das war kein wildes und heißen herumgeknutsche. Es war kein ‘ich will dich einfach nur nehmen, wie ich es will’. Oh nein, es war eher ein ‘du bedeutest mir was’. Dieser Kuss war viel langsamer, intensiver und intimer. Mammon hatte das Gefühl, dass er zum ersten Mal so richtig spürte, wie sich ihre Lippen anfühlten.
Und dann war da ihre Hand, die sich auf seine Brust legte und etwas Druck darauf ausübte. Aber auch das war keinesfalls wild, sondern eher wie eine Bitte, die sie an ihm hatte. Bereitwillig ließ Mammon sich langsam aufs Bett fallen und Fred folgte ihm schließlich auf ihm. Er sah sie mit einem liebevollen Blick an und legte dann seine eine Hand auf ihre Wange und diese dann sanft zu streicheln. Hier war nichts mehr von dem wilden und hemmungslosen Sex zu sehen, den sie sonst immer hatten und gerade eben auch gehabt hatten. Seine andere Hand legte er auf ihren Rücken und streichelten diesen. Auch hier fühlte es sich so an als würde er sie zum ersten Mal richtig spüren. Seine Fingerspitzen spürten ihre warme Haut, was ihm sogar einen leichten Schauer über den Rücken jagen ließ und seinen Körper kurz mit einer kleinen Gänsehaut belegt hatte. Sein Blick wanderte von ihren Augen über ihr Gesicht, ehe er mit seiner Nasenspitze ihre berührte und schließlich seine Lippen erneut ihre. Jedoch blieb es nur bei einem sehr kurzen Kuss, denn seine Lippen wanderten weiter. Kaum berührten seine Lippen ihre Haut von den Lippen zu ihrem Kinn. Es war fast schon nur ein Hauch. Obwohl es im Grunde nur ein Vorspiel war, fühlte es sich schon zu viel intimer an als alles, was er jemals erlebt hatte und schon jetzt war das, was hier gerade passierte, etwas, was er nie vergessen würde.

